Man muss ja auch mal was eingestehen.

Gestern packte mich dieser Rappel „WAS NEUES!!! JETZT!!! SOFORT!!!“

Wie sollte es anders sein, das, was man machen kann bei plus 38 Grad Celsius, ist ja limitiert, da kann man nichts machen. Wer erreicht derzeit auch Rekorde, Bäder und Eissalons. Eben. Also schritt ich mutig und ohne weitere Vorbereitung zur Eigenerzeugung von Frozen Yoghurt. Na gut, ein bisschen vorab lesen in chefkoch.de, aber das gilt offenbar nicht so recht.

Marillen waren vorrätig, saftig, süß. Schokolade war vorrätig, dunkel, intensiv. Naturyoghurt sowieso, das isst man ja bei diesen Temperaturen wie sonst ein Sandwich.

Vielleicht wäre der Buchstabenwerkerin der Konsum weiteren Rezeptlesestoffs vorab bekommen. Denn das von der Konsistenz her (alle 10 Minuten mit dem Schneebesen rühren und weiter frieren lassen!) wunderbare Frozen Yoghurt schmeckte … nach zu wenig Süße. Und überhaupt nicht nach Marillen. Und nur die Schokostücke nach Schokolade.

Außerdem war es eine Sauerei, das Mixen der Masse.

So, Geständnis fertig. Als Kopfwerkerin und Städterin in Zukunft lieber kaufen als selber die Küche einsauen!

Wie das halt so ist

Wie das halt so ist – die Dinge schlafen wieder ein. Der übliche Spaziergang, der immer gleiche Badeplatz. Der anfängliche Enthusiasmus ging in Hektik, Hitze und mehr unter.

Einmal war es nun zumindest die Neue Donau statt der Alten zum „Plantschen“.

Also: Helft mir, bitte, damit ich aus dieser Komfortzone wieder raus komm!

Wo soll ich noch hin?

Wo soll ich in Wien noch schwimmen?

Welche hitzetauglichen Dinge soll ich noch unternehmen?

Bedingung: in Wien und mit Öffis oder Fahrrad gut (Radwege, schattig …) erreichbar.

Edit: Wie das halt so ist – alles ist mit allem verbunden. Ist mir deshalb gerade dieser Artikel begegnet?

Polnische Sichtweisen auf Wien

Foto: Anni Bürkl
Foto: Anni Bürkl

Neulich hatte ich meinen ersten Einsatz als „Vienna Greeter“.

Mein Besuch war eine junge Frau aus Polen, Monika Rutkowska. Als wir unseren Termin ausmachten, wusste ich noch nicht, dass sie eine junge Journalistin ist, die hier ein Praktikum bei einem polnischen Magazin machte.

Vor lauter Gesprächen über „Wie ist das hier & wie in Warschau?“ und „Das erinnert mich so an meine Anfänge als Journalistin“ hätten wir fast auf die geplanten Besichtigungen vergessen. 😉

Ich habe ja als Journalistin angefangen und später zum Bücherschreiben und Lektorieren gewechselt …

So stromerten wir bei ziemlicher Hitze durch Augarten, Karmeliterviertel und kamen zum vor ein paar Jahren wieder eröffneten Theater Nestroyhof Hamakom. Dieses existierte schon in der Zwischenkriegszeit, zum Teil als jüdische Bühne. Ein sehr netter Herr ließ uns einen Blick in den tollen Saal mit seiner Glasdecke werfen, wo gerade irgendwelche Vorbereitungen liefen, und gab uns Flyer für eine Performance (ua. heute abend).

Was Monika besonders auffiel: die vielen Figuren, die hier Balkone oder Portale „stützen“. Für Wiener ein normales Erscheinungsbild, in Warschau, sagt Monika, aber nicht sehr häufig anzutreffen – vermutlich, weil im Krieg so viel zerstört wurde.

Als nächstes muss ich das dann wohl in Warschau überprüfen. 🙂

 

 

 

Wien entdecken – Jane’s Walk Fotos

Wien unerwartet – eine fotografische Erkundung.

Start beim Hauptbahnhof.

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Der Löwe – Treffpunkt für den Jane’s Walk. Nicht nur bei mir löst er Erinnerungen aus an Schulausflüge, die vom alten Südbahnhof starteten. Nostalgie.

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Schräge Formen.

Was sagt Feng Shui zum Hauptbahnhof?

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Verbote. Wien halt.

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Nach München via Meidling …

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Nächster Halt: Nähe Draschepark.

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Früh erkannte Wahrheiten … an einer längst aufgelassenen Fleischerei.

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Pilgramgasse. Fressalien, wohin man sich auch dreht.

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Und Schriften. Stadt-Inschriften.

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Flohmarkt.

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Oh.

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Kaiserpavillon in Hietzing. Benutzt hat Kaiser Franz Josef die damalige Stadtbahn aber angeblich nie.

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Schon etwas übersättigt von den Entdeckungen –

hier eine unbekannte Wildnis:

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Erschreckend „bieder“?!

Manch einer mag sich fragen, warum im Namen der Seite ausgerechnet eine Biederfrau auftaucht.

Autorin, ohne Haus und Hof, ohne Nachwuchs, mit unsicheren Einkünften, das mag doch ziemlich unbieder wirken.

Die Wahrheit, der Alltag sehen aber doch oft ziemlich anders, fast schon erschreckend angepasst aus. Deshalb habe ich heute sehr amüsiert geschmunzelt, als ich Herrn Buddenbohms unvergleichliche Reminiszenz las:

Und erst heute, aus der Position meines längst recht konventionellen Alltags heraus, fällt mir auf, dass wir nicht gewinnen wollten, weil wir dachten, längst gewonnen zu haben. Wir waren keine Spießer, das war es nämlich, worum es eigentlich ging.

Und wie gehts Euch so mit der Angepasstheit?

Link: Herzdamengeschichten.