Zufallstour

7. April 2015. Ähm, ja. Vor ziemlich einiger Zeit *räusper* habe ich dieses Blog hoffnungsfroh begonnen. Danach kam eine Erkältung, die Buchmesse in Leipzig, das Wiederaufflammen der Erkältung zur Grippe aus der Hölle mit dem mörderischsten Kopfweh, das man sich vorstellen kann, und … ähm, ja. Da bin ich wieder.

Jetzt von vorne, was ich erzählen wollte.

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Eigentlich ist das hier keine Zufallstour, denn ich mache mich am ersten Tag meines neuen Vorhabens ganz bewusst ins Nordbahnviertel auf. Trotzdem ergab sich gleich jede Menge serendipity … Zufallszufälle gewissermaßen. (Serendipity-Prinzipbezeichnet eine zufällige Beobachtung von etwas ursprünglich nicht Gesuchtem, das sich als neue und überraschende Entdeckung erweist. vgl. Wikipedia.)

Raus aus dem „Dorf“ in der Stadt, das ich bewohne, den vormittäglichen Spaziergang mal woanders hin lenken. Das Nordbahnviertel macht mich neugierig, seit es im Entstehen begriffen war. Hier stand mal der Nordbahnhof, in Monarchiezeiten einer der schönsten und wichtigsten Bahnhöfe weit und breit. (Nein, zu konkreteren Angaben lass ich mich nicht hinreißen, stellt euch vor, ich schreibe „größter Europas“ und dann kommt kommt zB. einer aus Italien und sagt das auch oder was anderes …) Oder war er doch einer der schönsten, größten und wichtigsten Bahnhöfe Mitteleuropas. (Oder der Welt? Als Kaiserstadt darf man doch protzen!)

In den Sechzigerjahren wurde der Bahnhof mit den Schäden aus dem 2. Weltkrieg abgerissen. Der S-Bahn-Hof Praterstern war an anderer Stelle entstanden. Dann Frachtenbahnhof, dann lange nix – und jetzt ein neues Stadtviertel links der Lasallestraße (stadtauswärts gesehen).

Aber dieser Beitrag soll ja keiner über Verlorenes werden, sondern über Gefundenes.

Start beim Praterstern, bei der Lasallestraße gleich links, wo die Bank Austria ist. Dahinter eine Riesenbaustelle, die bauen sich hier einen Campus. (Wofür eigentlich? Und haben die überhaupt Geld?!)

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Bunte Wohnbauten aller (Un-)Art.

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Hilfe, alles pink-i-fiziert!

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Stellt man sich so zeitgemäßes Wohnen vor?

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Was ist das?!

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Dazwischen immer mal wieder Gstettn, Bäume, Bauzäune aber oft auch hier.

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Dieses Schild machte mich neugierig.

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Der weitere Weg führte mich da hin:

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Ich vermute mal, irgendwas mit Kohlen und Bahn … aber weswegen Rutschen?

Wär nicht Wien, wenn’s nicht Verbote regnen tät.

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Warum nicht gleich ein neuer Tabor zur Abwehr?

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Aber da gibts noch andere Ansichten:

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Und dazwischen Blümchen und Freiräume:

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Einer der wenigen Passanten, die hier unterwegs sind: March_15 091

Ein Café für Stadtflaneurs Rast zwischendurch? Fehlanzeige – fast.

Endlich ein Lokal – geschlossen.

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